Warum dein deutscher Freund nicht lächelt (und warum du aufpassen solltest, wenn er es tut)
Seit ich hier auf die Philippinen gezogen bin, ist mir etwas aufgefallen. Ihr lächelt ständig. Fremde, Nachbarn, im Laden, den Jeepney-Fahrer, einfach alle. Wunderschön. Das ist wirklich eines der Dinge, die ich an eurer Kultur liebe.
Und dann bin da ich. Die Deutsche, die immer ernst aussieht.
Ich weiß, dass einige von euch wahrscheinlich schon gedacht haben: „Ist sie sauer?” „Hab ich was falsch gemacht?” Nein. Ihr habt nichts falsch gemacht. Versprochen.
Auf den Philippinen ist ein Lächeln normal. In Deutschland ist das anders. Bei euch ist ein Lächeln wie ein Klebstoff, der alles leichter macht. In Deutschland sehen wir das Lächeln anders. Es ist keine Begrüßung. Es ist etwas, das man ohne Worte sagt.
Mein Gesicht ohne Lächeln heißt nicht, dass ich wütend bin. Auch nicht traurig. So sieht mein Gesicht einfach aus. Deutsche sind an solche Gesichter gewöhnt, so wie Filipinos an ein Lächeln gewöhnt sind. Und wenn es wirklich ein Problem gibt, sage ich es euch. So sind Deutsche, direkt halt.
Und jetzt kommt der Teil, den ich wirklich möchte, dass ihr versteht.
Wenn ich euch anlächle, ist es echt. Nicht aufgesetzt. Nicht Gewohnheit. Es heißt, dass ich wirklich froh bin. Dass ich gerne mit euch zusammen bin. Dass ihr mir wichtig seid. Ein deutsches Lächeln ist selten, weil es von Herzen kommt. Wir verschenken es nicht aus Höflichkeit. Wir schenken es Menschen, die uns etwas bedeuten.
Wenn ihr mich also lächeln seht, dann wisst ihr Bescheid. Das bin ich, die sagt: „Ich mag dich wirklich. Du bist mir wichtig.”
Und bis heute hat sich daran nichts geändert.